2020 – ein Jahr mit Veränderungen für die ESMA.

Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde („ESMA“) leitet und überwacht die Finanzmärkte der EU seit 2011 und hat sich seitdem als zuverlässige und konstruktive Regulierungsbehörde erwiesen.

Nach den Beschlüssen des Parlaments und des Rates der EU wird die ESMA im Jahr 2020 neue und zusätzliche Aufgaben erhalten. Diese sollen ihre Position in den Bereichen Finanzmarktaufsicht, Anlegerschutz, Transparenz und angemessene Praktiken im Hinblick auf die technologische Entwicklung, die die Innovationen täglich beschleunigt, verbessern.

Die ESMA hat bereits ihr „Jahresarbeitsprogramm 2020“ veröffentlicht, in dem die Schwerpunkte und Schlüsselprioritäten für das nächste Jahr erläutert werden. Diese sollen anschließend kurz zusammengefasst werden. Mehr Informationen sind unter folgender Website zu finden:   https://www.esma.europa.eu/document/2020-work-programme.

  • Aufsichtskonvergenz – Ziel ist eine gemeinsame Auslegung der Regeln, Konsistenz und Peer Review der Datenqualität als Voraussetzung für eine datengestützte Aufsicht.
  • Risikobewertung – die Verwendung der gesammelten Daten wird weiterverwendet, um eine effiziente Überwachung und Risikovermeidung zu gewährleisten.
  • Einheitliches Regelwerk – Im Jahr 2020 wird die ESMA die Europäische Kommission in Bezug auf einige Kernbestimmungen der MiFID II/MiFIR und MAR beraten und bei den Plänen für Capital Markets Union, Fintech und Sustainable Finance mitwirken.
  • Direkte Aufsicht – die Aufsicht über Ratingagenturen, Transaktionsregister im Rahmen von EMIR und SFTR, die Anerkennung von zentralen Gegenparteien (CCPs) und zentralen Wertpapierverwahrern (CSDs) aus Drittländern wird fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf den Prozessen, der internen Governance, den Kontrollen und der Informationssicherheit liegt.

Während die meisten dieser Aufgaben bekannt sind, sind folgende neu:

  • Überprüfung der ESA – Die ESMA passt sich den Änderungen an, die sich aus der Überprüfung der Rechtsvorschriften der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) ergeben.
  • EMIR 2.2 – Gewährleistung eines effizienten Aufsichts- und Regulierungsrahmens für die CCPs der EU und von Drittländern in Bezug auf EMIR 2.2.
  • Grenzüberschreitende Fondsverteilung – um relevante technische Informationen zu liefern und sicherzustellen, dass entsprechende IT-Tools entwickelt werden.
  • Rahmen für Wertpapierfirmen – neue Regeln und Anforderungen in Bezug auf Kapital, Liquidität und regulatorische Berichterstattung für die Wertpapierfirmen in der EU.
  • Nachhaltige Finanzen – Stärkung und Verbesserung der Offenlegung von Informationen durch Hersteller nachhaltiger Finanzprodukte und Finanzberater gegenüber Endinvestoren.

Wie jede Organisation entwickelt sich auch die ESMA ständig weiter. Die für 2020 geplanten Veränderungen werden ihre Rolle als einer der Hüter der Finanzmärkte in der EU stärken.

targit GmbH (Member of Be) @ International Collateral Management Forum

Am 26. und 27. September nahmen Spezialisten der targit GmbH (Member of Be) am International Collateral Management Forum in Wien teil. Die teilnehmenden Mitarbeiter der targit GmbH moderierten hierbei die Podiumsdiskussion zum Thema Regulatory Reporting.

An der Veranstaltung partizipierten zahlreiche Delegierte und Referenten von Regulierungsbehörden, Transaktionsregistern, Finanzinstituten, Dienstleistungs- und Lösungsanbietern, Experten und Managern.

Es war nicht nur eine Konferenz, sondern ein großartiger Ort und eine herausragende Möglichkeit zum Networking, Wissens- und Erfahrungsaustausch zu verschiedensten Themen wie Collateral Management, Margining, Regulatory Reporting und Clearing.

Die Panelteilnehmer der Diskussion „Regulatory Reporting“, präsentierten sehr interessante Beispiele, Ansichten und Meinungen aus der Praxis, was eines der Hauptziele des Panels war – das Verständnis für die Herausforderungen der Berichterstattung und den Umgang damit zu erweitern.

In Anbetracht des Feedbacks des Publikums und der Delegierten gelang es dem Forum, seine Kernbotschaften zu vermitteln, sodass die nächsten Veranstaltungen mit Sicherheit fortgesetzt werden, und wir werden stolz darauf sein, daran beteiligt zu sein.

Bleiben Sie dran und folgen Sie uns auf…

targit auf der Karrieremesse der FH- BFI Wien 2019

 

„FH trifft Wirtschaft“ lautet das diesjährige Motto der 7. Karrieremesse der Fachhochschule des BFI Wien, an der targit heuer wieder teilnehmen wird.

Die Gelegenheit, mit Studierenden und AbsolventInnen in Kontakt zu treten hat sich in den letzten Jahren bewährt. Die Messe ist eine ideale Plattform für die Präsentation neuer Jobangebote und die Suche nach neuen potentiellen Mitarbeitern für das Unternehmen. In persönlichen Gesprächen mit Studierenden und AbsolventInnen werden Erfahrungen und Qualifikationen geteilt und Stellenausschreibungen vorgestellt.

Bewerber sind herzlich eingeladen, uns auf dem targit-Stand zu besuchen!

Mehr info  https://bit.ly/2qqNxMw

targit auf der Karrieremesse der Fachhochschule des BFI Wien
Di., 05.11.2019 von 15.00-18.00 Uhr

Photos by: Fachhochschule des BFI Wien

Be Group @ Sibos 2019

Vom 23. bis 27. September nahm die Be Group erstmals an der SIBOS teil – als führendes Unternehmen im Bereich der Finanzdienstleistungen bei der wichtigsten Konferenz der Finanzindustrie!

Neben den großartigen Präsentationen unserer Kollegen Masha Cilliers (Partner iBe UK spricht über „Balancing security and frictionless journey with contextual and advanced identity management“) und Vittorio Carlei (Leiter des Big Data & Advanced Analytics von Be TSE SpA spricht über „When does a digital ecosystem really exist?“), die bemerkenswerte Reden vor großem Publikum hielten, schaffte es Masha’s Beitrag sogar bis zur Zusammenfassung des SIBOS-Abschlussplenums von SWIFT!

Darüber hinaus hatte die Be Group an ihrem Stand zahlreiche Gespräche zu den Themen PSD2, OpenBanking, Capital Markets Solutions, Market Data und Regulatory Reporting Tools und natürlich – angesichts der Herkunft von SIBOS – viele Meetings zum Thema Zahlungswesen (die Zukunft von Sofortzahlungen, R2P, etc.) und SWIFT (Platform Evolution, APIs, GPI, ISO20022, etc.)!

Be | Shaping The Future ist Realität geworden – und gehört zu den Top-Beratern der Finanzindustrie in Europa!

 

Herbert Hangel

International Collateral Management Forum

Experten der targit GmbH (member of  Be) werden am International Collateral Management Forum teilnehmen und dabei Diskussionen moderieren. Besuchen Sie uns und andere führende Institutionen am 26. und 27. September 2019 in Wien. Dort können Sie mehr über die neuesten Entwicklungen im Bereich Collateral Management, EMIR, MiFID II, SFTR und Regulatory Reporting erfahren.

Mehr über die Veranstaltung erfahren Sie unter folgendem Link: https://bit.ly/2kXkXA4

Die Benchmark-Verordnung, der EURIBOR, EONIA und €STR

Die laufende Reform von EURIBOR und EONIA im Rahmen der Benchmark-Verordnung („BMR“) wird sich nicht nur arithmetisch auf die Berechnungsmethoden auswirken, sondern ebenso auf die Geschäfts-, IT- und Rechtsprozesse für Instrumente und Institute, die diese wichtigen Zinsindizes verwenden.

 

Was bedeutet das?

Das bedeutet laut den neuen Texten im BMR folgendes:  EURIBOR und EONIA stimmen nicht mehr mit der Verordnung überein und sollten zumindest nicht für neue Verträge nach dem 1. Januar 2020 verwendet werden. Während dieses zukünftige Hindernis oberflächlich betrachtet leicht zu bewältigen ist, ist gilt es ein größeres Problem zu lösen – die bestehenden Vereinbarungen und Instrumente, die sich auf die verschiedenen Perioden des EURIBOR oder auf EONIA beziehen.

Um das Problem zu lösen und die damit verbundenen Risiken zu minimieren, hat das Europäische Geldmarktinstitut („EMMI“) eine Änderung der Berechnungsmethode und -definition für den EURIBOR vorgeschlagen. Ziel dabei ist es ihn konform zu machen und eine reibungslose Übergangszeit zu gewährleisten. Im Hinblick auf EONIA wird von der EZB ein neuer Index – „EUROpean Short-Term Rate“ (€STR) – veröffentlicht und es wird empfohlen, dass die Marktteilnehmer EONIA schrittweise durch den €STR für alle Produkte und Verträge ersetzen.

 

Was sind die wichtigsten Änderungen?

  • Erstens die angewandten Berechnungsmethoden – vom beitragsbasiert (d.h. Quotierungen) zum transaktionsbasierten Ansatz für alle Perioden. In diesem Zusammenhang hat das EMMI eine hybride Methodik entwickelt, die so weit wie möglich auf realen Daten basiert und sie mit Daten aus anderen Quellen anreichert, für die keine realen Zahlen verfügbar sind.

 

  • Zweitens die Perioden- EURIBOR wird nur für die folgende Perioden berechnet und veröffentlicht:
  • Eine Woche (1W),
  • Ein Monat (1M),
  • Drei Monate (3M),
  • Sechs Monate (6M) und
  • Zwölf Monate (12M).

 

  • Drittens die Beitragszahler – der konzeptionelle Begriff „Prime Bank“ ist verschwunden und der vom EMMI EURIBOR berechnete und ausgeschüttete Betrag wird folgendes darstellen „….den Zinssatz, zu dem Großhandelsmittel in EURO von Kreditinstituten in den EU- und EFTA-Ländern auf dem unbesicherten Geldmarkt beschafft werden könnten“.

 

  • Viertens und wahrscheinlich die wichtigste Änderung von allen – die Bewegung im Kurstag des EURIBOR von T+2 auf T+1. Das heißt, die Kurse des Vortages werden neu veröffentlicht und als EURIBOR-Sätze für diesen Tag verwendet. Das bedeutet konkret: es gibt eine „Intraday-Refixing-Politik“ für den Fall, dass Fehler auftreten.

 

Welche Auswirkungen auf die Branche sind zu erwarten?

Die Auswirkungen lassen sich in zwei große Gruppen unterteilen – rechtliche und operative. Beide Themen lassen sich in mehrere Unterthemen zerlegen und erfordern viel Aufwand und Zeit.

So werden beispielsweise die Änderung der bestehenden Verträge und die Erstellung neuer Vorlagen in erster Linie die Rechtsabteilungen der Institutionen betreffen. Der Kommunikations- und Verhandlungsprozess mit Partnern und Kunden hingegen, wird eine Aufgabe für die Relationship Officers sein. Gleichzeitig werden die entsprechenden Änderungen in den IT-Systemen, den internen Methoden und Verfahren zur Überwachung der Preisgestaltung, sowie eine Neubewertung usw. erforderlich sein.

 

Wann wird es passieren?

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass im zweiten Quartal 2019 der „neue“ EURIBOR auf der Grundlage der Hybridmethode des EMMI beginnt. Die erste Veröffentlichung des EURSTR wird am 2. Oktober 2019 erwartet, was die Handelsaktivitäten vom 1. Oktober 2019 widerspiegelt. Allerdings diskutieren die Behörden derzeit gemeinsam mit der Industrie, das Ende dieser EONIA- und EURIBOR-Sätze um ein oder zwei Jahre zu verschieben. Die endgültige Entscheidung sollte vor Ende 2019 vorliegen.